Außer Hoffnung ist leider nichts passiert, Mr. President.

Außer Hoffnung ist leider nichts passiert, Mr. President.

Obama ist auf Abschlusstour in Europa. Ein Präsident, von dem ich mir so viel erhofft hatte. Aber kaum hatte Obama an der Droge Macht geschnuppert, war er dieser verfallen. Ein Präsident, der als Vorschuss den Friedensnobelpreis erhielt. Es wäre nur fair, wenn er diesen zurückgeben würde. In Libyen hatte Obama es zugelassen, dass der damalige Staatschef Gaddafi entmachtet und hingerichtet wurde. Das Land stürzte in ein nicht zu beschreibendes Elend. Obama führte die Kriege in Afghanistan und im Irak fort, die Bomben fielen weiter und es herrscht heute noch Mord und Totschlag, weit mehr als unter den Zeiten der Diktatoren. Obama hat noch nicht einmal die Folterkammer von Guantánamo geschlossen, obwohl dies eines seiner Wahlversprechen war. Und da kommt bei mir die Frage auf: Ist die angebliche Demokratie, die den besagten Ländern vermittelt werden sollte, so viel Blutvergießen wert? Zu allem Überfluss fordert unsere Bundeskanzlerin Herrn Trump zur Mäßigung auf.
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Wenn Terroristen Staaten regieren

Künstler vereinigt euch

Der Skandal um den Satiriker Jahn Böhmermann ist auf ziemlich allen sozialen Netzwerken im Gespräch. Der Skandal des Skandals ist aber für mich ein ganz anderer. Seit Tagen schweigt unsere Bundesregierung zu dem Thema. Was gibt es denn da zu überlegen? Das Recht auf freie Meinungsäußerung ist eines der höchsten Güter unseres Grundgesetzes. Persönlich bin ich wirklich kein Fan der Satire, aber hier geht es um etwas anderes, hier geht es um die Meinungsfreiheit. Im Moment schafft es unsere Regierung, einen Terroristen namens Erdogan in Europa salonfähig zu machen. Ein Mann, dem es nur darum geht, sein Osmanisches Reich auszubauen. Ein Regierungschef, der die Menschenrechte, insbesondere die Frauenrechte, mit Füßen tritt. Der den IS in Syrien gegen Erdöllieferungen unterstützt. Ein Mann, der die Kurden verfolgt und hinrichtet. Eine Person, die durch gezielten Abschuss einer russischen Militärmaschine versucht, den Keil zwischen Russland und der EU tiefer zu treiben. Und so ein
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Wunsch nach wiederbelebtem Liberalismus nur Utopie?

Wunsch nach wiederbelebtem Liberalismus nur Utopie?

Gastartikel von Brigitte Cleve Wie mein guter Freund Martin Bühler, kam auch ich Mitte März am Ende des Superwahlsonntags in drei Bundesländern erst verstärkt ins Grübeln und dann dazu, meine derzeitige politische Bilanz aufzumachen. Ich wuchs in einer Arbeiterfamilie auf und wurde im Hinblick auf Politikinteresse von einem Vater geprägt, der (1916 geboren) nach eigenen Angaben in jungen Jahren dem Kommunismus so lange das Wort redete, bis er nach für mich glaubhaftem Bekenntnis während seiner Russlandeinsätze im zweiten Weltkrieg mit Menschen in Kontakt kam, deren Erfahrungen ihn von dieser Anschauung gründlich heilten. Vom Zeitpunkt seiner Rückkehr aus seiner Kriegsgefangenschaft bis zu seinem Tod 2006 in seinem 90. Lebensjahr, schlug sein Herz nur noch für die SPD. Motiviert vom Charisma Kurt Schumachers, wurde er bald parteilich und gewerkschaftlich aktiv. Als man ihm zum Betriebsratsvorsitzenden einer nicht ganz kleinen Metallwarenfabrik wählte, war ich ein 13Jähriges Schulkind. Er versucht da schon, mich politisch
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Europa auf dem Weg zum Nationalismus

Europa auf dem Weg zum Nationalismus

Selten zuvor hatte ich ein so komisches Gefühl vor Landtagswahlen wie an diesem Wochenende. Als das letzte Mal die rechten Rattenfänger an die Macht kamen, brachte das der Welt 70 Millionen Tote. Natürlich, davon bin ich überzeugt, verkraftet unsere Demokratie rechte wie linke extreme Parteien. Doch die Signalwirkung, wenn die AfD gestärkt aus den Kommunalwahlen hervorgeht, wäre dramatisch. Ich werde nicht aufgeben, an ein friedliches Europa zu glauben, mein Herz schlägt links seit nun fast 22 Jahren, auch wenn ich noch nie einer Partei angehört habe. Das Problem, das ich bei dieser Wahl habe, vielleicht geht es euch auch so, ist die Alternativlosigkeit in der Parteienlandschaft. Die Grünen wähle ich seit Jahren nicht mehr, sie haben an der Macht geschnuppert und sind dem Kapitalismus verfallen. Führungskräfte sehe ich keine, die Joschka-Fischer-Ära ist endgültig zu Ende. Die SPD unter dem Vorsitz von Gabriel zu wählen, wäre indiskutabel. Unter Gabriel sind die
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Deutschland – das Land der Dichter und Denker?

Gastbeitrag des Literaturkritikers Rainer Andreas Seemann Wenn man sich die Fernsehprogramme der privaten Sender, die uns bereits am Vormittag präsentiert werden, so ansieht, dann beginnt man daran zu zweifeln, dass wir einmal das Land der „Dichter und Denker“ waren. Sieht man sich die Rechtschreibung in den Foren und Chaträumen des Internets an, dann stellt man sich die Frage: „Lernen unsere Kinder und Jugendlichen eigentlich noch die Sprache, die laut Duden mit zirka 500.000 Wörtern zu den wortgewaltigsten Sprachen der Welt gehört?“ Fragt man Jugendliche nach Frauen, wie Marie von Ebner-Eschenbach oder Männern wie Theodor Storm, bekommt man gar keine oder falsche Auskünfte. Ja nicht einmal mehr Goethe und Schiller sind bei vielen jungen Menschen präsent. Als Betreiber eines Autorenblogs bekommt man Anfragen von jungen Autoren, die dermaßen von Rechtschreibe- und Grammatikfehlern übersät sind, dass einen das kalte Grausen packt. Das alles stimmt mich traurig. Sprache in ihrer unendlichen Vielfalt geht
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